Bd. 13 (2014): Creatio ex unisono : Einstimmige Musik im 15. und 16. Jahrhundert
Herausgegeben von Nicole Schwindt.
Einstimmige Musik der Renaissancezeit steht im Schatten der Erforschung mehrstimmiger Kompositionen, obwohl sie in der historischen Realität eine große Rolle gespielt hat. Die Beiträge des Symposiumsberichts setzen dazu einen Gegenakzent und behandeln geistliches und weltliches Repertoire, das im 15. und 16. Jahrhundert neu geschaffen wurde bzw. ältere Vorlagen maßgeblich erneuerte. Das Spektrum der Themenfelder reicht von der Theorie der Melodiebildung über neu komponierte und bearbeitete gregorianische Liturgien bis zu Chansons, Erzähl- und Tanzliedern. Erörtert werden neben den musikalischen Eigenarten der Monodien auch deren soziale Kontexte wie der französische Königshof, die italienischen Stegreifsänger, die jüdischen Gemeinden im deutschprachigen Raum und die Meistersinger.